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Stellungnahme zum Minarettverbot |
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Freitag, 11. Dezember 2009 um 20:56 Uhr |
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Raumplanung ist kein Mittel zur Durchsetzung von Diskriminierung! Verfasser: AG Kritische Raumplanung
Am Sonntag, 29.11.2009, wurde in der Schweiz eine Volksabstimmung über ein Bauverbot von Minaretten abgehalten. Eine Mehrheit sprach sich für das Verbot aus. Ausgegangen war die Initiative zur Volksabstimmung von der rechtspopulistischen Schweizer Volkspartei (SVP). Ihr gelang es unbestimmte Befürchtungen, xenophobe Vorurteile und Islamophobie der BürgerInnen in einen Akt demokratischer Willensbildung umzumünzen.
Als Reaktion auf das Schweizer Votum wurde in Österreich betont, dass hier Religionsfreiheit herrsche, Innenministerin Fekter will sich das Resultat „ansehen“, das BZÖ will ein bundesweites Verbot von Minaretten über die Raumordnungsgesetze, die FPÖ sieht eine „Vorbildwirkung“.
Innenministerin Fekter von der ÖVP wird in einem Artikel in der Presse vom 30.11.2009 sinngemäß mit dem Satz zitiert, dass „die Entscheidung, inwieweit Minarette ins Landschaftsbild passen, der Raumplanung obliege"[1] und diese Entscheidung falle damit in Österreich in die Kompetenz der Bundesländer.
Die Entscheidung ob ein Minarett in Österreich gebaut werden darf wird also auf eine Frage des Landschaftsbildes reduziert. Die Raumplanung solle diese Entscheidung treffen. So weit, so schlecht.
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Donnerstag, 12. November 2009 um 15:21 Uhr |
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Organized by the Faculty of Architecture at the Vienna University of Technology, the Department of Spatial and Sustainable Design, the BLUE AWARD, an international student competition for sustainable architecture. Submissions will be accepted starting November 10 and is open to architecture students worldwide!
Sustainable development, with its economical, cultural and social dimensions in architecture and urbanism, should be given the same value and attention as the classical problems of technique and function. The language of contemporary architecture is to experience a fundamental change under this influence.
The BLUE Award Competition pursues the following objectives:
* the BLUE Award wants to recognize the commitment of students and tutors who have made the competition’s topic part of their teachings and education.
* the BLUE Award intends to organize a collection of student design work which addresses the issue of sustainability in architecture.
* the BLUE Award shall provide an impulse for improving teachings in the area of sustainability.
* the BLUE Award aims at making possible and intensifying the exchange between different faculties and architecture schools on an international level.
The BLUE Award will be handed out in three categories:
* Urban Transformation and Development The emphasis of this category spans from urban redevelopment, renewal, and restructuring of existing city fabric to development of new housing structures and typologies. Concepts dealing with self-sufficient housing developments, environment friendly forms of mobility, and new interpretations of open/public spaces in urban areas are equally important to this category.
* Building with Ecological Systems Sustainable building touches upon the entire act of form-giving. Submitted projects are to reveal the basic principles of sustainable planning and construction, including its social, economical and ecological factors, in the form of an architectonic design.
* Building in Existing Structures The topics of this category are methods of renovation, adaptation and conversion. Beyond these usual themes, projects will be awarded which succeed in increasing signifi cantly the average longevity and usage capacity of existing structures, as well as projects which reduce the volumetric demand of new construction.
An international jury, presided by Prof. Thomas Herzog, will choose the prize winners in each of the three categories. The awards ceremony will take place in April 2010 at the Vienna University of Technology.
The winning entries will be presented to the public in an exhibition and published catalogue.
For further information visit the website: www.blueaward.at or the blog: blueaward.blogspot.com
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Dienstag, 27. Oktober 2009 um 16:42 Uhr |
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Die Studierenden der TU Wien protestieren! Sie erklären sich solidarisch mit den Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien, der Universität Wien und weiteren Universitäten. Seit Tagen werden die Universitäten besetzt und eine zukunftsorientierte Bildungspolitik, frei Bildung ohne Zugangsbeschränkungen, mehr Selbstbestimmung und faire Arbeitsverhältnisse gefordert.
Weitere Informationen zu den Protesten an der TU Wien unter http://unsereuni.at/ oder http://tu-brennt.soup.io/ |
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Fotos vom HomeComingDay 2009 |
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Montag, 12. Oktober 2009 um 12:46 Uhr |
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Am 2. Oktober 2009 fand im Kuppelsaal der TU Wien der erste HomeComingDay der Studienrichtung "Raumplanung und Raumordnung" statt. Mehr als 300 AbsolventInnen kamen, feierten und ...
Fotos by Stefan Seyfert ( www.imager.at,
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Was „die Krise“ mit Raumplanung zu tun hat... |
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Samstag, 10. Oktober 2009 um 07:05 Uhr |
Ein Kommentar zur Departmenttagung / PlanerInnenTag 2009 von Peter Matzanetz.
Der diesjährige Planertag fand zwar im neu erstrahlenden Kuppelsaal der TU Wien statt, wurde aber, zumindest symbolisch, sehr bald ins Jammertal verlegt, aus dem er erst am zweiten Veranstaltungstag wieder heraus fand. Anlass dazu wurde den geladenen Podiumsgästen schon mit dem Titel der Veranstaltung gegeben, der da Krise/Raumplanung hieß. Dieser verleitete anscheinend dazu, den Stillstand in der Planung und die Hoffnungslosigkeit im Umgang mit Planung zu beklagen.
Hau den Planer
Ineffizienz mit dem Ergebnis des Flächenfraßes, Planungswillkür und Bürokratieeskapaden waren da mehr oder weniger direkt angesprochen und der Planerzunft angelastet worden. Eigentlich war es aber nur das alte Lied, vom Unternehmer, dem es nicht schnell genug gehen kann mit seinem Vorhaben und vom Politiker, der das Ganze seinen Wählern erklären muss. Mit den Klagen belastet blieben die Raumplaner, die zu starr an Konzepten hängen und das Endergebnis nicht im Auge haben würden. Nicht unerwähnt blieb aber paradoxerweise auch die chronische Bedeutungslosigkeit der Raumplanung in alles Gremien und im Vergleich zu allen sonstigen politischen Belangen. Es war indirekt gefordert worden, dass sich die Planerzunft vor lauter Liberalismusdenken (weiterhin) selber abschaffen sollte. Aber letztlich sind viele Planungsaufgaben ja heute schon in externe Planungsgesellschaften ausgelagert oder es werden Planungsleistungen zugekauft. Daher ist der Wunsch, welcher von einzelnen Referenten bei der Tagung geäußert wurde, wonach die Planung sich weg vom Analytischen und hin zur Strategie bewegen sollte, ja bereits in Erfüllung gegangen. Die Forderungen nach einer Art Planungsmanagement greift damit weiter um sich und man darf sich daher fragen, wie der gängige Trend zur marktwirtschaftlich gesteuerten Planung allen Ernstes als Lösung für Krisenszenarien genügen soll, wo doch gerade diese zu einer heillosen Deregulierung (Stichwort: „Wilder Westen im Osten“) führt und damit in Wahrheit der Nachfrage nicht gerecht werdende Entwicklungen fördert.
Aber was dann?
Wenigstens wurde auch am Planertag erkannt, dass das komplexe Thema der räumlichen Entwicklung nicht den Eigeninteressen der Wirtschaftsakteure überlassen werden kann. Der klassische Plan als verordneter Wegweiser wurde von den Diskussionsteilnehmern aus den verschiedensten Lagern indirekt jedoch als unbefriedigend dargestellt. Ein Projektentwickler postulierte als Alternative demonstrativ die Anlassplanung (nicht ohne selbst ein abschreckendes Beispiel als Folge einer solchen Planung in Form eines monströsen Logistikzentrums an die Wand zu projizieren). Es war erst nach Stunden des ersten Plenums, als Wolfgang Richter, seines Zeichens international tätiger Unternehmesberater in Standortfragen, das erste Mal den Ursprung der zu diesem Zeitpunkt bereits oft genannten Krise ansprach. Mit der Immobilienblase, welche aufgrund von spekulativen Interessen entstanden war und die das Finanzsystem der ganzen westlichen Welt an den Rande des Abgrundes führte, stieß er auf die ganz konkrete Verbindung der Raumplanung mit der Wirtschaftskrise. Nämlich jene, der globalen, liberalen Marktmechanismen die räumliche Entwicklungen mit ihrer „dumber“ Wirkungsweise mittlerweile in der Hand haben.
Zurück in die Realität
Das alles wird freilich von den Immobilienmanagern (mit oder ohne Raumplanungshintergrund) nicht so gerne angesprochen. De Facto wurden aber Immobilientitel bis vor kurzem vom „einfachen Bürger“ bis hin zu behördlichen Stellen quasi als Ersatzwährung, als „Hebel für Zuwachs an unerarbeitetem Ertrag“, eingesetzt. Dass diese rein monetären Interessen einer vernünftigen Planung den Boden entziehen, ist eigentlich nach den aktuellen Entwicklungen an den Immobilienmärkten dieser Welt ganz gut nachvollziehbar. Es könnte also demnach so sein, dass die Verbindung von Wirtschaftskrise und Raumplanung einfach darin besteht, dass raumrelevante Transaktionen nunmehr gerne finanzbasiert, quasi im virtuellen Raum, entschieden werden. Die Planer am Planertag hatten gegen Ende jedenfalls einen Willen gegen diese Richtung gezeigt, denn man konnte den Eindruck gewinnen, dass man das Potential der Raumplanung nutzen möchte, um aus der Krise eine Chance zu machen. So gesehen wäre es erfreulich, wenn sich Vertreter jener Berufsgruppen, die mit Raumplanung zu tun haben, den Raumplanern anschließen und an das Wort Entwicklung mehr Inhalte knüpfen als den Profit, den man daraus ziehen kann.
Peter Matzanetz (
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Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ) ist freier Journalist. Er ist Raumplanungsabsolvent der TU-Wien und hat mit Lateinamerikanistik ein internationales Aufbau-Studium absolviert.
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